Osteopathie

ZURÜCKOSTEOPATHIE, WAS IST DAS?

Andrew Taylor Still, ein amerikanischer Arzt, war der Begründer der medizinischen Fachrichtung der Osteopathie. Still war – und das ist nun schon mehrere Jahrzehnte her – unzufrieden mit den symptomatischen Behandlungsansätzen in der klassischen Medizin. Sein Gedanke, möglichst gründliches Verständnis für den Aufbau und die Funktionen des menschlichen Körpers zu entwickeln, führte ihn zu Behandlungskonzepten, die so nahe wie möglich an die Ursachen eines Schmerzes oder einer Funktionsstörung heranführen.

Ein einfaches Beispiel soll dies deutlich machen.

Ein Mensch, der ein Steinchen im Schuh hat, wird den einen Fuß nicht gut belasten können. Bleibt es bei diesen Bedingungen, werden sich mit der Zeit eine Vielzahl von Beschwerden herausbilden, die sich dann auch trefflich behandeln lassen. Kreuzschmerzen z.B., eine schiefe Wirbelsäule, Kopfschmerzen, da die Halswirbelsäule dann auch nicht gerade sein kann, Verspannungen und vieles mehr. Es ist einleuchtend, daß das einzig sinnvolle, und wohl auch Erfolg versprechende ist, das Steinchen aus dem Schuh zu entfernen.

Eben dort setzt die Osteopathie an. Das klingt simpel, ist es jedoch nicht.

Das „Steinchen „ wird jeder mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit selbst finden, überträgt man dieses Bild einmal auf andere Beschwerden, z.Bsp. Verdauungsbeschwerden- Folge: evtl. dauerhafte Kreuzschmerzen- oder Leberfunktions (Gallen) – Störungen, die nicht selten Schulterschmerzen verursachen, Blockierungen in Wirbelgelenken, die Schmerzen in der Herzgegend induzieren, dann kann man sich unschwer vorstellen, daß die Ursache der Beschwerden  eben doch nicht immer so offen zu erkennen ist. Dementsprechend häufig gibt es eine Vielzahl an Schmerz- und Beschwerdebildern, die mit den „normalen“ symptomatischen Behandlungsmethoden kaum besser werden, oder aber immer wieder in kurzen Abständen in der gleichen Intensität auftauchen.

Osteopathisch behandeln bedeutet, dem Körper die Möglichkeit zu schaffen, sich wieder selbst zu regulieren. Osteopathische Techniken können das Lösen von Gelenk-blockierungen zum Ziel haben, die Funktion von Organen durch manuelle Organ-mobilisationen wieder zu normalisieren, aber auch Einfluß auf das vegetative Nervensystem nehmen, z.B. durch Kraniosakrale Therapie.

Der Halte- und Bewegungsapparat, die Organe, sowie die neurologischen Strukturen im Körper sind miteinander nicht nur verbunden, sondern beeinflussen sich ständig gegenseitig. Diese Prozesse folgen in der Regel präzisen Mustern , welche die Aufgabe haben, die vitalen Funktionen zu sichern. Gelegentlich kommt es dabei jedoch zu Störungen, die das gesamtem System negativ beeinflussen. Es kommt zum Beispiel zu Schmerzen, Schlafstörungen, Dysfunktionen im Organtrakt , venösen Stauungen etc.

Die Osteopathie hat es sich zur Aufgabe gemacht, Funktionsstörungen exakt zu analysieren und an den Strukturen manuell einzugreifen, die für die Störungen verantwortlich sind.

Ziel ist es, wie bereits beschrieben, die physiologischen Funktionskreise im Körper wieder zu normalisieren, damit sich die Beschwerden wieder auflösen können.

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